FR—SO // Kunstrasen

Kurzpor­trait:

Eva Engel­horn

seit 2019 Klasse für Bildhauerei, Prof. Sabine Groß // 2018–2019 Basis­klasse, Prof. Thomas Schmidt und Heike Aumüller // seit 2018 Studium Freie Kunst, Kunst­hoch­schule Mainz // geboren 2000, Mannheim

Der Kinder­sitz

In dieser Arbeit geht es um eine Kindheits­er­in­ne­rung. Der Charakter von Erinne­rungen ist fluide und diese spezi­elle Erinne­rung verschwimmt mit dem Land meiner Träume. Das körper­liche Gefühl im Kinder­sitz des Autos zu sitzen, zu dösen und sich wohl zu fühlen, beinahe von dem Stoff des Sitzes umarmt. Doch die Welt der Träume ist nicht immer sanft und meist unkon­trol­lierbar, der Sitz umarmt mich zwar, doch er streckt auch seine unwider­steh­li­chen Tentakel aus.

Der Kreis­lauf

Der Mensch trägt in sich verschie­dene Bewusstseinszustände.
Er ist gespalten. In ihm leben sowohl erwach­senes Bewusst­sein, Kindes­be­wusst­sein, als auch das Wortlose Ich; das Es, welches wir schon waren, als wir in Mutters Bauch schwammen.
Ich möchte zeigen, dass diese Spaltung heilvoll sein kann, wenn wir lernen alle Teile unserer Selbst zu akzep­tieren und mitein­ander zu verbinden. Diese Verbun­den­heit stelle ich hier als ein Kreis­lauf dar, der nie aufhört und noch über den Tod hinaus weitergeht.
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